Kurzantwort: Die Synology-25er-Serie mit DS925+ (4 Bays, ca. 500–540 Euro) und DS1525+ (5 Bays, ca. 1.086 Euro) bringt 2,5-Gigabit-LAN, schnellere Ryzen-CPUs und DSM 7.3. Keine Revolution, aber das überfällige Update: Wer neu einsteigt, bekommt 2026 das rundeste Synology-Paket für Heimanwender seit Jahren.

Die 25er-Serie im Überblick: Welche Modelle es gibt
Synologys 25er-Serie hat die Plus-Klasse einmal komplett erneuert. Die wichtigsten Modelle für Heimanwender und kleine Büros:
DS925+ – der 4-Bay-Allrounder und Nachfolger des DS923+. Vier 3,5-/2,5-Zoll-Schächte, erweiterbar auf neun Bays mit der DX525-Erweiterungseinheit, AMD Ryzen V1500B, 4 GB DDR4-ECC-RAM (aufrüstbar auf 32 GB), zwei 2,5-GbE-Ports, zwei M.2-NVMe-Slots für Cache oder Speicherpools.
DS1525+ – der 5-Bay für wachsende Ansprüche, Nachfolger des DS1522+. Fünf Schächte, derselbe Ryzen V1500B, aber 8 GB ECC-RAM ab Werk, ebenfalls 2 × 2,5 GbE und 2 × M.2-NVMe. Die logische Wahl, wenn vier Bays heute schon knapp sind.
DS725+ – der kompakte 2-Bay als Nachfolger des DS723+, weiterhin mit Ryzen R1600, aber neu mit 2,5-GbE-Anschluss. Für Einsteiger, die nur spiegeln wollen.
Der rote Faden der Serie, wie ComputerBase anhand durchgesickerter Unterlagen dokumentierte: Der 1-Gigabit-Anschluss ist Geschichte. Alle Plus-Modelle bekommen mindestens einen 2,5-GbE-Port, die größeren zwei. Dazu ersetzt USB-C den angestaubten eSATA-Port an den Erweiterungseinheiten. Wer wissen will, wie sich das gegen die Konkurrenz schlägt, findet Details in unserem Synology-vs-QNAP-Vergleich.
Was sich wirklich ändert – und was nicht
Trennen wir Marketing von Substanz. Drei Änderungen sind real und spürbar:
1. Netzwerk: 2,5 GbE statt 1 GbE. Der überfälligste Schritt seit Jahren. Ein einzelner 2,5-GbE-Port liefert in der Praxis rund 280 MB/s – fast das Dreifache von Gigabit. Bei den Modellen mit zwei Ports lassen sich diese per Link Aggregation bündeln oder via SMB Multichannel parallel nutzen. Für alle, die große Videodateien schieben oder mehrere Nutzer gleichzeitig versorgen, ist das der größte spürbare Fortschritt der Serie.
2. CPU: Vom Dual-Core zum Quad-Core. Der Ryzen V1500B (4 Kerne, 8 Threads, 2,2 GHz) ersetzt in DS925+, DS1525+ und DS1825+ den Ryzen R1600 des DS923+ (2 Kerne, 4 Threads, 2,6 GHz). Mehr Kerne bei etwas niedrigerem Takt: Für Multitasking, Docker und Virtualisierung ein klarer Gewinn, für Single-Thread-Aufgaben kaum spürbar. Keine integrierte Grafik – Hardware-Transkodierung für Plex & Co. bleibt damit wie beim Vorgänger außen vor.
3. Anschlüsse: USB-C statt eSATA. Die Erweiterungseinheiten (DX525 für Desktop-Modelle) kommunizieren nun über USB-C. Praktisch vor allem für Neukäufer; wer eine alte eSATA-Erweiterung besitzt, kann sie an den neuen Modellen nicht weiterverwenden.
Was sich nicht ändert: Das Gehäusedesign bleibt vertraut, und an der Software-Philosophie – DSM als geschlossenes, gepflegtes System – rüttelt niemand. Unterm Strich: ein solides, überfälliges Update – keine Revolution, aber auch keine Enttäuschung.
DS925+ im Detail: Der neue 4-Bay-Standard
Das DS925+ ist das Modell, das die meisten Käufer interessieren wird – der direkte Nachfolger des langjährigen Bestsellers DS923+. Die technischen Eckdaten:
- CPU: AMD Ryzen V1500B, 4 Kerne / 8 Threads, 2,2 GHz
- RAM: 4 GB DDR4 ECC (1 × 4 GB), erweiterbar auf 32 GB (2 × 16 GB)
- Schächte: 4 × 3,5"/2,5" SATA, erweiterbar auf 9 mit DX525
- Netzwerk: 2 × 2,5 GbE (RJ-45)
- M.2: 2 × NVMe-Slots (Cache oder Speicherpool)
- USB: 2 × USB 3.2 Gen 1, dazu USB-C für Erweiterung
- Max. Rohkapazität: ca. 80 TB intern, ca. 180 TB mit DX525
- Durchsatz: über 522 MB/s lesend, 565 MB/s schreibend (sequenziell)
In der Praxis bedeutet das: Vier 20-TB-Platten liefern 80 TB Rohkapazität – für die allermeisten Heimanwender mehr als genug für die nächsten fünf Jahre. Die zwei NVMe-Slots lassen sich wahlweise als Lese-/Schreib-Cache oder – seit einigen DSM-Versionen – als vollwertiger SSD-Speicherpool nutzen. Letzteres ist für alle interessant, die VMs oder Datenbanken auf dem NAS betreiben.
Der Preis: Auf amazon.de lag das DS925+ im September 2026 bei etwa 500 bis 540 Euro (ohne Festplatten). Das ist das übliche Plus-Niveau zum Serienstart – kein Schnäppchen, aber fair für die gebotene Hardware. Rechnen Sie für eine sinnvolle Erstbestückung (2 × 4 TB NAS-Platten) noch einmal rund 250 bis 300 Euro dazu.
Für wen passt es? Für alle, die ein NAS als zentrales Datei-Backup, Medienserver und Cloud-Ersatz betreiben wollen – also genau das, was in unserer NAS-Einrichtungsanleitung beschrieben wird. Wer dagegen nur zwei Platten spiegeln will, ist mit dem kleineren DS725+ günstiger bedient.
DS1525+: Für wen sich der 5-Bay lohnt
Das DS1525+ ist die Antwort auf eine einfache Frage: Was, wenn vier Bays nicht reichen? Mit fünf Schächten, 8 GB ECC-RAM ab Werk und demselben V1500B positioniert es sich als „kleiner Großer" – mehr Luft für RAID-5-Verbände mit vernünftiger Kapazitätsausbeute.
Der Rechenvorteil: Bei fünf Platten im RAID 5 geht nur eine Platte für Parität verloren – 80 Prozent der Rohkapazität bleiben nutzbar. Bei vier Platten sind es 75 Prozent. Der Unterschied klingt klein, bedeutet bei 5 × 12 TB aber 48 statt 36 TB nutzbar – ein Plus von 12 TB für denselben Plattenpreis pro Stück. Wie RAID-Level funktionieren, erklärt unser Beitrag RAID-Levels erklärt.
Der Preis liegt mit rund 1.086 Euro (amazon.de, September 2026) mehr als doppelt so hoch wie beim DS925+. Das ist viel Geld für einen zusätzlichen Schacht und 4 GB mehr RAM. Die ehrliche Einordnung: Das DS1525+ lohnt sich für alle, die heute schon wissen, dass sie in zwei Jahren mehr als vier Platten brauchen – etwa Videografen, Fotografen mit RAW-Archiven oder kleine Büros mit mehreren Nutzern. Alle anderen fahren mit dem DS925+ plus späterer DX525-Erweiterung günstiger: Die Erweiterungseinheit kostet einen Bruchteil der Preisdifferenz und bringt sogar noch mehr Bays.
Ein Detail am Rande: Auch das DS1525+ verzichtet auf 10-GbE – dafür müssen Sie zur xs+-Klasse greifen. Wer 10 GbE wirklich braucht (Videoteams mit mehreren Schnitplätzen), sollte das bei der Modellauswahl bedenken statt später zu improvisieren.
DSM 7.3: Das Ende des Festplattenzwangs?
Der kontroverseste Punkt der 25er-Serie war nicht die Hardware, sondern die Festplattenpolitik: Synology hatte bei den neuen Plus-Modellen zunächst stark auf validierte – sprich: eigene oder zertifizierte – Laufwerke gesetzt, was in der Community für erheblichen Unmut sorgte. Mit DSM 7.3 rudert Synology nun zumindest teilweise zurück.
Auf der amazon.de-Produktseite wirbt Synology damit, dass Nutzer mit DSM 7.3 „mehr Freiheit genießen" und „eine breitere Palette von Laufwerken von Drittanbietern zusätzlich zu Synology-zertifizierten Laufwerken" nutzen können. Das ist kein vollständiger Kurswechsel – validierte Laufwerke bleiben die offiziell unterstützte Variante mit vollem Support –, aber es entschärft die größte Kritik: Wer bereits gute NAS-Platten besitzt oder günstigere Alternativen kaufen will, wird nicht mehr so hart ausgebremst wie befürchtet.
Unsere Einordnung: Für Neukäufer, die ohnehin neue Platten kaufen, ändert sich wenig – greifen Sie zu Modellen von der Kompatibilitätsliste, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Für Umsteiger mit vorhandenem Plattenbestand ist DSM 7.3 dagegen die eigentliche gute Nachricht dieser Serie. Prüfen Sie vor dem Kauf trotzdem die konkrete Kompatibilitätsliste für Ihr Wunschmodell auf synology.com – „breitere Palette" ist keine Freigabe für jedes Laufwerk.

Preise im Check (Stand: 29.09.2026)
Transparenz zuerst: NAS-Preise schwanken, Tagespreise prüfen Sie am besten im Preisvergleich. Die folgenden Bänder spiegeln das Niveau auf amazon.de im September 2026 wider:
| Modell | Bays | Preisband (Sept. 2026) | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| DS925+ | 4 (+5 mit DX525) | ca. 500–540 € | Allrounder, Bestseller-Nachfolger |
| DS1525+ | 5 | ca. 1.086 € | Wachsende Archive, kleine Büros |
| DS725+ | 2 | ca. 400–450 €* | Einsteiger, reine Spiegelung |
| DS425+ | 4 | ca. 450–500 €* | Budget-4-Bay mit Celeron |
\* Bänder für DS725+/DS425+ als Orientierung anhand des Seriengefüges – tagesaktuell prüfen.
Dazu kommen die Festplatten – der oft unterschätzte Kostenblock: Rechnen Sie pro 4-TB-NAS-Platte (CMR!) mit rund 120 bis 150 Euro.
Für wen lohnt sich das Upgrade?
Die ehrliche Antwort in drei Fällen:
Fall 1: Sie besitzen ein DS923+, DS1522+ oder neuer. Bleiben Sie sitzen. Der Leistungssprung ist für typische Heimaufgaben (Dateiserver, Backup, Medienserver) kaum spürbar. Einzig wer regelmäßig am Gigabit-Limit hängt und ein 2,5-GbE-Netzwerk besitzt, spürt den Unterschied – und selbst dann ist oft ein 2,5-GbE-Switch die günstigere Lösung als ein neues NAS.
Fall 2: Sie besitzen ein älteres Modell (DS918+, DS1019+, ältere j-Serie). Hier lohnt der Wechsel – aber nicht unbedingt wegen der CPU. Entscheidend sind 2,5 GbE, die NVMe-Slots und die Aussicht auf noch jahrelangen DSM-Support. Ihr altes Gerät verkauft sich auf dem Gebrauchtmarkt noch gut oder dient als Offsite-Backup-Ziel.
Fall 3: Sie steigen neu ein. Dann gibt es 2026 keinen Grund mehr, ein Restposten-Vorgängermodell zu kaufen – es sei denn, der Preis ist unschlagbar (30 Prozent und mehr unter dem 25er-Preis). Das DS925+ ist der neue Standard, an dem sich alles misst.
Und was ist mit Warten auf die 26er-Serie? Dazu gibt es keine verlässlichen Informationen – alles, was dazu kursiert, ist Spekulation. Kaufen Sie, wenn Sie ein NAS brauchen; die 25er-Serie ist ausgereift, und der Vorgänger hat gezeigt, dass Synology-Generationen drei bis vier Jahre aktuell bleiben. „Was zu prüfen ist", sobald es Neuigkeiten gibt: ob eine künftige Serie 10 GbE in die Plus-Klasse bringt – das wäre der nächste echte Sprung.
Was Sie vor dem Kauf prüfen sollten
Fünf Punkte, bevor Sie bestellen:
1. Netzwerk-Infrastruktur: 2,5 GbE nützt nichts ohne 2,5-GbE-Gegenstelle. Prüfen Sie, ob Ihr Switch und Ihre PC-Netzwerkkarten 2,5 GbE sprechen – sonst läuft das neue NAS mit 1 GbE, und der Hauptvorteil verpufft. Ein 5-Port-2,5-GbE-Switch kostet rund 100 Euro und ist die sinnvollste Ergänzung zum NAS-Kauf.
2. Festplatten-Kompatibilität: Werfen Sie vor dem Plattenkauf einen Blick auf die Kompatibilitätsliste auf synology.com für Ihr Modell – gerade im Zusammenspiel mit DSM 7.3. NAS-Platten mit CMR-Technik (z. B. WD Red Plus, Seagate IronWolf) sind die sichere Wahl.
3. RAM-Bedarf: 4 GB reichen für Dateiserver und Backup. Für Docker, VMs oder viele gleichzeitige Nutzer planen Sie das Upgrade auf 16 oder 32 GB gleich mit ein – ECC-SODIMMs von der Kompatibilitätsliste.
4. Backup-Konzept: Das NAS ist kein Backup, solange die Daten nur dort liegen. Planen Sie von Anfang an eine zweite Kopie – externe Platte, zweites NAS oder Cloud. Unser Leitfaden zur 3-2-1-Backup-Regel hilft bei der Planung.
5. Händlerwahl: Kaufen Sie bei Händlern mit vernünftigem Rückgaberecht. NAS-Geräte sind beratungsintensiv – ein Händler, der auch nach dem Kauf erreichbar ist, ist den kleinen Aufpreis gegenüber dem billigsten Marketplace-Angebot wert.
- Drei echte Neuerungen: 2,5-GbE-LAN (endlich!), Quad-Core-Ryzen V1500B und DSM 7.3 mit gelockerter Festplattenbindung – solide, aber keine Revolution.
- Preise (Stand 29.09.2026): DS925+ ca. 500–540 €, DS1525+ ca. 1.086 € (amazon.de) – jeweils ohne Festplatten, Tagespreise prüfen.
- Preis-Leistung: Das DS925+ ist der Sweet Spot; das DS1525+ lohnt nur bei sofortigem 5-Bay-Bedarf.
- Upgrade-Regel: DS923+/DS1522+ oder neuer → behalten. Älter oder Neueinstieg → 25er-Serie kaufen.
- Vor dem Kauf: 2,5-GbE-Infrastruktur, Platten-Kompatibilität und Backup-Konzept klären.
Häufige Fragen
Lohnt der Umstieg vom DS923+ auf das DS925+?
Für die meisten: nein. Der Alltagsunterschied ist gering, solange Sie nicht am Gigabit-Limit arbeiten. Interessant wird es erst mit 2,5-GbE-Netzwerk und vielen parallelen Zugriffen – oder wenn der DSM-Support des alten Modells ausläuft.
Kann ich meine alten Festplatten weiterverwenden?
Meist ja – und DSM 7.3 hat die Drittanbieter-Unterstützung verbessert. Prüfen Sie trotzdem die Kompatibilitätsliste auf synology.com für Ihr konkretes Modell, bevor Sie umziehen. Alte SMR-Platten sollten Sie bei der Gelegenheit ohnehin ersetzen.
Brauche ich wirklich 2,5 GbE?
Wenn Sie regelmäßig große Dateien bewegen (Videos, Backups, VMs) oder mehrere Nutzer gleichzeitig versorgen: ja, der Unterschied zu Gigabit ist deutlich spürbar. Für reinen Dokumentenzugriff und gelegentliche Backups reicht auch Gigabit – dann ist das Netzwerk-Upgrade optional.
DS925+ oder DS1525+ – welches soll ich nehmen?
Das DS925+, außer Sie wissen heute schon, dass Sie fünf Platten brauchen. Der Aufpreis zum DS1525+ (über 500 Euro) steht in keinem Verhältnis zum Zusatznutzen – und per DX525 erweitern Sie das DS925+ später günstiger auf neun Bays.
Wann kommt die nächste Serie?
Dazu gibt es keine verlässlichen Informationen – alles andere ist Spekulation. Die 25er-Serie ist ausgereift und wird noch Jahre mit DSM-Updates versorgt. Kaufen Sie, wenn Sie ein NAS brauchen, statt auf Gerüchte zu warten.
Quellen
- ComputerBase: „Synology: Details zu DS925+, DS1525+, DS425+, DS1825+ mit 2,5 GbE durchgesickert" – Modelle, Ryzen V1500B, 2 × 2,5 GbE, USB-C statt eSATA: https://www.computerbase.de/news/storage/synology-details-zu-ds925-plus-ds1525-plus-ds425-plus-ds1825-plus-mit-2-5-gbe-durchgesickert.91771/
- amazon.de: Produktseite Synology DiskStation DS925+ (Preisband ca. 500–540 €, DS1525+ ca. 1.086 €, September 2026; DSM-7.3-Hinweis zur Laufwerksunterstützung): https://www.amazon.de/dp/B0F43SZHWV












